3. Quartal 2021 Amsterdam: Steigen die Preise auf 10.000 € pro m²? Auch im Rest der Niederlande steigen die Preise um durchschnittlich 17 %
Die Preise in Amsterdam steigen (genau wie im Rest der Niederlande) weiter an, und zwar um durchschnittlich 17 % von 6.140 € auf fast 7.200 € pro m². Innerhalb des Rings liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 8.000 €. Wenn die Preise in diesem Tempo weiter steigen, erwarten wir als Immobilienmakler in Amsterdam, dass die 10.000-€-pro-m²-Marke innerhalb des Rings irgendwann im Frühjahr 2022 überschritten wird. Alles in allem eine besorgniserregende Entwicklung.
Problematischer Wohnungsmarkt
Der Wohnungsmarkt wird für immer mehr Menschen zu einem Problem, wenn es darum geht, in eine größere Wohnung zu ziehen, aber ganz sicher auch, wenn es darum geht, eine erste Wohnung zu kaufen!
Geringeres Angebot
Derzeit (Ende Oktober 2021) sind auf Funda 1.400 Wohnungen verfügbar. Die Zahl der Transaktionen ist im Vergleich zum dritten Quartal 2020 um 20 % zurückgegangen. Es gibt viele Menschen, die zwar umziehen möchten, aber Schwierigkeiten haben, eine neue Wohnung zu finden. Diese Gruppe wartet daher mit der Vermarktung ihrer Wohnung, bis eine neue Wohnung gefunden ist.
Der Kauf ist schwierig und dauert lange. Dadurch sinkt die Zahl der zum Verkauf stehenden Wohnungen. Weniger zum Verkauf stehende Wohnungen bei unverändert hoher Nachfrage führen natürlich zu zusätzlichem Preisdruck. Neubauten könnten Abhilfe schaffen, aber die Zahl der in Planung befindlichen Wohnungen ist zu gering, um wirklich etwas zu bewirken.
Soll man dann lieber außerhalb des Amsterdamer Rings wohnen?
Die meisten Menschen möchten gerne innerhalb des Rings wohnen, was natürlich gut nachvollziehbar ist. Dies ist jedoch immer weniger Menschen vorbehalten. Für Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen wird das Wohnen innerhalb des Rings immer weniger erschwinglich. Es gibt noch relativ erschwingliche Stadtteile in Amsterdam. In Amsterdam Südost kostet ein Quadratmeter durchschnittlich 4.400 €, was einen Unterschied zu den Preisen innerhalb des Rings von 3.600 € pro Quadratmeter ausmacht. Auch Nieuw West (5.500 € pro Quadratmeter) und Amsterdam Nord (5.550 € pro Quadratmeter) sind noch einigermaßen erschwinglich.
Hypothekenzinsen leicht gestiegen
Finanzexperten rechnen mit einem sehr geringen Anstieg der Hypothekenzinsen. Die EZB ist aufgrund der schwachen Konjunktur in Südeuropa sehr zurückhaltend, was Zinserhöhungen angeht. Insgesamt erwarten wir daher keine dämpfenden Auswirkungen leicht steigender Zinsen auf die Immobilienpreise.
Steht eine Korrektur auf dem Wohnungsmarkt bevor?
Wir befürchten, dass dies nicht der Fall sein wird. Die zugrunde liegenden Faktoren werden sich unserer Meinung nach nicht ändern. Die wichtigsten Faktoren sind:
- Mangelndes Angebot
- Zuzug neuer Einwohner – national und international. Amsterdam ist ein wirtschaftlicher und kultureller Anziehungspunkt, der viele Menschen anzieht
- Niedrige Hypothekenzinsen
Wouter Thöne
EInhaber und Geschäftsführer von Amsterdam at Home Makelaars
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